Absicherung von Microsoft Outlook
Die Leistungsfähigkeit von Microsoft Outlook bietet Viren-Programmierern
leider eine Reihe von Ansatzpunkten? Microsoft hatte das Problem auch
erkannt, und interpretiert eingehende EMails in einer geschützten Umgebung.
Leider hat Microsoft selbst nicht die restriktivste Sicherheitseinstellung als
Standard gewählt. Daher bietet Outlook in der Grundeinstellung (also
unmittelbar nach Installation) nur einen beschränkten Schutz gegen die neue
Virengeneration.
Diese Aussage gilt übrigens unseres Testens nach für alle Versionen von
Outlook (97, 2000 und auch entsprechende Outlook-Express-Varianten). Je neuer
die Outlook-Version ist, desto geringer ist das Risiko. Mit einer einfachen
Einstellung lässt das Risiko sicher allerdings weiter minimieren: Im Menü
unter "Extras/Optionen" kann die sogenannte Sicherheitszone
eingestellt werden (Erklärung folgt unten). Die Standard-Zone
("Internet-Zone") sollte unbedingt auf "Restricted Sites"
(kann je nach Sprachversion auch anders heißen) eingestellt werden. Erst durch
diese Einstellung werden wichtige, zusätzliche Sicherheitsfeatures von Outlook
aktiviert. Nachfolgend eine Hardcopy mit diesem wichtigen Dialog:

Für diejenigen, die es genauer Wissen möchten, hier noch eine Erklärung
zu den Sicherheitszonen. Sicherheitszonen bestimmen, inwieweit
(ursprünglich) Web-Seiten Rechte zum Zugriff auf den Rechner des Benutzer
zugestanden werden. Ihre Definition findet sich daher auch im Internet-Explorer
(unter "Extras/Optionen/Sicherheit"). In der Standardeinstellung ist
"Arbeitsplatz" die unsicherste Zone und "Restricted Sites"
die sicherste. Innerhalb von "Restricted Sites" dürfen beispielsweise
weder Scripts ausgeführt werden, noch werden irgendwelche ActiveX-Controls
aktiviert. Die Sicherheitszonen werden allerdings nicht nur vom Internet
Explorer verwendet. Sie finden vielmehr auch überall dort Anwendung, wo der
Internet Explorer mit anderen Produkten verbunden wurde. Outlook benutzt den IE
beispielsweise zum Anzeigen von HTML Mail. Eine HTML-Mail kann daher im Prinzip
all' das machen, was auch auf einer Web-Seite geht. Dies schließt zum Beispiel
die Ausführung von Scripten mit ein. Uns fällt jedoch kein guter Grund ein,
warum ein in eine EMail eingebettetes Script ausgeführt werden sollte. Das kann
eigentlich nur zu einem Virus oder etwas ähnlichem gehören. Aus diesem Grunde
raten wir, die Zone "Restricted Sites" zu verwenden - denn Outlook
verwendet die im o. a. Dialog eingestellte Zone, wenn es den Internet Explorer
aufruft. Ist "Restricted Sites" eingestellt, umgibt die Anzeige der
EMail also ein ganz, ganz enges Sicherheitskonzept. So, wie es unserer Meinung
nach eigentlich auch sein sollte. Ein Wort noch zur
Warnung: die Eigenschaften der Sicherheitszonen können im Internet Explorer
verändert werden (auch unter "Extras/Optionen/Sicherheit"). Werden
Sie verändert, so gelten diese Änderungen ebenfalls global. Wird also
beispielsweise in der Zone "Restricted Sites" die Script-Ausführung
aktiviert, so gilt dies auch für Outlook. Unser Ratschlag: wenn schon
modifizieren, dann aber bitte nicht "Restricted Sites". Sonst kann es
u. U. ein böses Erwachen geben.
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